Fließend gehen im weiten Halbrund aus grauen Holzplatten, die sich mehr als einmal als Bänke herausstellen, Spiel- und große Ensembleszenen ineinander über. (…) Am Ende kommt Odysseus als Greis mit seinem Foto-Album an. Niemand hört ihm zu, diesem langweiligen Buchhalter der eigenen Heldentaten. Dabei hat er was zu erzählen – wie dieser Abend.
Georg Kasch, Berliner Morgenpost
Odyssee, Homer, das ist literarisches Höchstgebirge, umstellt von Tradition und Deutungen. Dass diese beiden Theaterstunden sich nicht davon erdrücken lassen, ist selten gewordenem Mut zu danken. Dem Mut, die großen, schlimmen, schönen Lebensdinge (Liebe, Leid, Glück, Familie etc.) zu verhandeln, ohne sie in den Zynismusschredder oder ins Ironiebad zu werfen.
Dirk Pilz, Berliner Zeitung